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Zehn Jahre Kaminfeuer

Liebe Leserin, lieber Leser,

als im April 2012 die dritte Version des Kaminfeuers erschien, hatte ich angekündigt, demnächst einen Artikel über deren Entwicklung veröffentlichen zu wollen. Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen und jetzt steht das zehnjährige Jubiläum der Programmreihe an – also wird es allerhöchste Zeit!

Die Geschichte unseres Kaminfeuer-Bildschirmschoners begann 2002. Unsere Programme "Operation Center", "BackProtection" und weitere waren seit Jahren etabliert. Ich fing an, nervös zu werden. Die Beliebtheit von Software unterliegt – wie alles im Leben – Schwankungen und hängt oft von Trends und anderen Faktoren ab. Wenn man Software entwickelt, ist man quasi ständig auf der Suche nach interessanten, neuen Ideen. Ob eine neue Idee tatsächlich erfolgreich wird, zeigt sich jedoch erst in der Praxis.

Ich habe früher einmal gehört, dass auf einigen amerikanischen Fernsehsendern nachts ein Kaminfeuer zu sehen ist. Ich fragte mich "Das gefällt den Leuten? Das ist doch total künstlich!". Als ich 2003/2004 über neue Ideen nachgrübelte, erinnerte ich mich wieder hieran und bekam die Idee, einen Bildschirmschoner daraus zu machen.

Also fing ich an, Probeaufnahmen von verschiedenen Feuern zu machen. Ich wählte die beste Aufnahme aus und digitalisierte sie. Damals waren schnelle DSL-Anschlüsse in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar und als ich die Größe der Daten sah, fragte ich mich, wie das funktionieren solle. Bei der horrenden Größe würde kaum jemand meinen Kaminfeuer-Bildschirmschoner herunterladen. Also experimentierte ich herum und fand doch einen Weg.

Im Frühjahr 2004 veröffentlichte ich eine erste Version für Windows (Desktop) und gab ihr den Namen "Open Fire Simulation". Ich stellte sie online und sie wurde ein kleiner Achtungserfolg. Ich veröffentlichte das Programm auch für PDAs mit Windows CE 3.0 bis 4.2. An einem frühsommerlichen Grillabend führte ich diese Versionen meinen Freunden vor. Die Reaktion war bei allen gleich: Ein kurzes grinsen, das nach wenigen Sekunden immer gezwungener wirkte. Meine damalige Freundin schüttelte sogar den Kopf. In allen Gesichtern stand ein Ausdruck wie "Lustig, aber wofür braucht man das?". Nach zwei Minuten war das Thema abgehakt. In meinem Inneren sagte ich mir: "Euch werde ich eines Besseren belehren!".

Von Nutzern bekam ich via E-Mail Feedback und entwickelte daraufhin eine stark verbesserte Version. Der Unterschied war so groß, dass sie einen neuen Namen erhielt: "Kaminfeuer Titanium Edition 1.0". Sie erschien am 06. Juli 2004. Sie wurde veröffentlicht, wie jedes andere Programm auch. Ein oder zwei Tage vergingen, als mich jemand anrief und fragte "Was ist mit Ihrer Website los? Ich kann sie nicht aufrufen". Ich ging zu meinem PC und tippte www.jmmgc.com ein – Es erschien "Fehler 403 (Forbidden)". Es stellte sich heraus, dass ohne Ablass derart viele Downloads angefordert wurden, dass der Server zusammengebrochen ist. Raten Sie einmal, welches Programm so oft heruntergeladen wurde? Richtig: Das neue Kaminfeuer.

Der Download wurde anschließend auf mehrere Server verteilt und mit Biegen und Brechen lief alles wieder. Dennoch klingte mehrmals am Tag das Telefon und Interessenten fragten, wann das Kaminfeuer wieder verfügbar sein würde. Ich musste jedesmal um Geduld bitten.

Die erste Version war vier Jahre aktuell. Im Sommer 2008 folgte nach mehrmonatiger Entwicklungszeit "Kaminfeuer Titanium Edition II". Darin waren ein neues Feuer – nun in HD-Qualität – und eine virtuelle Raumansicht enthalten. Aufgrund der besagten Erfahrungen wurde die Veröffentlichung und Bereitstellung der zweiten Version von langer Hand geplant und diesmal hielten alle Server stand.

Kaminfeuer Titanium Edition II
Kaminfeuer Titanium Edition II (2008)

Zwei Jahre später, im Sommer 2010, erreichte diese Version beim "Goldenen Download 2010" von ComputerBILD.de Platz 3 in der Kategorie "Desktop & Screensaver". Etwa zur selben Zeit erschien eine überarbeitete Version 2.5 mit dem Titel "Kaminfeuer Titanium Edition Gold". Sie enthielt ein neues, ästhetischeres Kaminfeuer und eine neue Raumansicht.

Um dieselbe Zeit begann ich auch an Version 3.0 zu arbeiten. Weil die 2.X-Versionen modern waren, bestand kein Zeitdruck, was eine neue Version anbelangte. Also wurde wieder viel experimentiert. Nachdem eine neue Sequenz erstellt wurde, kam die Idee auf, in die neue Version auch die Sequenz aus der Gold-Ausgabe zu übernehmen. Und weil alle guten Dinge drei sind, kam später eine dritte Feuer-Sequenz hinzu. Alle drei Kaminfeuer wurden nachträglich so angepasst, dass sie möglichst wie aus einem Guss wirken. An ausgewählte Tester wurden die Sequenzen in verschiedenen Aufmachungen verteilt. Aus den Rückmeldungen wurde das ideale Maß ermittelt.

Version 3.0 enthält keine Raumansichten mehr im Stil von Version 2.X, sondern stattdessen Kaminansichten, bei denen der Kaminsims in Nahaufnahme sichtbar ist. Diese Ansicht wirkt realistischer und düsterer. Auch wurde Version 3.0 ein Editor spendiert, mit dem Nutzer ihren eigenen Kaminsims erstellen können. Die Raumansichten von Version 2.X können mit eingebauten Emulator auch in der dritten Version genutzt werden – sie sind als kostenlose Erweiterung erhältlich. Die neue Version sollte das Beste aus der Vergangenheit mit neuen Elementen vereinen.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt kristallisierte sich heraus, dass Version 3.0 im Hinblick auf den Funktionsumfang einen Bruch mit den vorhergehenden Versionen darstellt. Deshalb musste erneut ein neuer Name her. Letztendlich fiel die Entscheidung auf "Comprehensive" (engl.: "umfassend", "reichhaltig"). "1080" steht für die Anzahl der Bildzeilen, die der von Full-HD-Auflösung entspricht.

Doch nicht nur die Kaminfeuer-Sequenzen sind wichtig – zur Erzeugung einer realen Atmosphäre gehört auch guter Ton. Und dessen Erstellung ist viel schwieriger, als sich mancher denken mag. Nicht jedes Kaminfeuer klingt ansprechend. Ist eine gute Aufnahme gelungen, hängt anschließend sehr viel von der richtigen Abmischung der Tonhöhen und -tiefen ab. Aber das ist noch lange nicht alles: bekanntlich lässt sich zum Kaminfeuer – zumindest in der Vollversion – Regen, Sturm und Gewitter zuschalten. Bis der Regen gleichmäßig und der Sturm wie ein echter Sturm klingt, braucht es seine Zeit. Beim Gewitter soll zwar der Donner zu hören sein, aber es darf in der Nähe nicht regnen. Sonst klingt der Donner später wie aufgesetzt. Also muss man abwarten, bis sich ein entsprechendes Gewitter anbietet und das am besten spätabends, damit keine Vögel mehr zwitschern. Der Sommer 2010 war in dieser Hinsicht absolut unbrauchbar. 2011 sah es besser aus und es gelangen einige sehr gute Aufnahmen.

Funnel
Als ich wieder einmal Tonaufnahmen eines Gewitters machte, gelang mir dieses Foto eines Funnels

Nun ist "Kaminfeuer Comprehensive Edition 1080" bereits seit längerer Zeit erhältlich und seitdem sind einige Erweiterungen hierfür erschienen. Der neue Titel "Goldene Abende am Kamin" war zuerst ebenfalls als Erweiterung geplant – bis auch hier der Rahmen gesprengt wurde: Sie besitzen ein virtuelles Haus mit Kamin und müssen regelmäßig im Wald nach Holz suchen und gut wirtschaften, um Ihren Kamin nutzen zu können. Daneben finden Sie im Wald auch einige interessante Items und andere Überraschungen. Da dieser Teil im Winter spielt, ging ich diesmal nicht auf Gewitter-Jagd, sondern lag stattdessen auf der Lauer, um die Stimmen von Vögeln, Füchsen und anderer Tiere aufzuzeichnen, die einem schonmal im Wald begegnen können.

Für die Feuer-Sequenzen der neuen Version wurden Stunden an Videomaterial aufgezeichnet – solange, bis die zwei neuen Sequenzen gut genug waren. Terabytes an Daten wurden verarbeitet, zwei externe Festplatten gingen an diesen rauen Mengen zugrunde und aufgrund der vielen "Kokelei" im Zuge der Aufnahmen musste ich anschließend eine Wand neu streichen lassen. Aber das ist eine andere Baustelle. ;-)

Ich danke allen Nutzern für die jahrelange Treue, Unterstützung und das zahlreiche Feedback. Dadurch konnten und können immer neue Versionen entwickelt werden und das Ende der Fahnenstange liegt hoffentlich noch in weiter Ferne!


Jochen Moschko

(20.07.2014)




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